Rückmeldungen zur Transalp Dolomiti
Datum: 11. September 2022
Markus Schönberger
Betreff: Transalp Dolomiti mit eMTB
Hallo Zusammen,
manchmal kommen Dinge anderes als gedacht, und dann doch wieder nicht …
Auf meine Wunschliste stand schon geraume Zeit eine Tour in oder durch die Dolomiten. Als mehr oder minder unerwartet die Gelegenheit für eine geführte Tour mit Gepäcktransport Ende August auftauchte, wurde kurzerhand „gebucht“ und um eine Verschiebung meines Urlaubs in der Forma angefragt. Nachdem das alles geregelt war musste ich feststellen, dass meine „blinde“ Freude in Verbindung mit einer etwas unglücklich gestalteten Webseite zu einer Nullnummer führte … ich hatte jetzt zwar Urlaub, aber keine Reise. Also Kontakt mit Andreas aufgenommen, ob er nicht eine Idee für eine Dolomiten Runde hätte. Mit der Antwort war ich erstmal nicht wirklich glücklich: Keine Runde, aber es gäbe ja die Dolomiti Tour, und die müsse e-Bike tauglich sein. Eine erste Anfrage für Zimmern um Ende August in der Region führte zu einer Ernüchterung – kaum/keine Einzelzimmer und Preisvorstellungen … nicht in meinem Beuteschema. Jetzt war alles andere schon so gut eingerichtet, also wurde die Dolomiti dann doch zur Grundlage für eine eigene Tour genommen.
Spoiler für alle, die nicht weiterlesen wollen: Die Dolomiti ist e-Bike tauglich, keine unlösbaren Aufgaben. So wie ich gefahren bin kommen ca 560 km mit 16.000 Hm in 8 Tagen zusammen, also im Mittel rund 70 km und 2.000 Hm am Tag. Die Tour könnte ein paar kleine Änderungen vertragen, sie ist nicht ganz so „rund“ wie andere Touren, teils bedingt durch die Herausforderungen mit Unterkünften, teils haben sich die Wege / Möglichkeiten in den letzten Jahren (z.B. durch Sturmschäden von 2018!) geändert. Der Anteil Teer/Straße ist recht hoch, was bergan durchaus sinnvoll sein kann, bergab aber schade ist. @Andreas: Da hast Du was für weitere Erkundungsfahrten … ;-)
Ich wollte dieses Jahr noch unbedingt das Tuxerjoch mit dem Schmirntal Trail fahren, also hab ich einen Tag „0“ vorangestellt, damit bleibt die weitere Einteilung ähnlich wie die ursprüngliche Dolomiti.
Tag 0 - Hintertux:
Anreise Freitagnachmittag mit dem Zug nach Jenbach, das geht von mir zuhause recht schnell. Die etwas über 50 km und rund 1000 Hm nach Hintertux sind eine schöne Übung zum Einrollen. Wer mehr Zeit/Licht hat kann den Radweg oft verlassen und näher an der Ziller über diverse kleine Wege fahren. Für den Anstieg von Mayrhofen nach Finkenberg empfiehlt es sich erst ein Stück Richtung Schlegeisspeicher „falsch“ zu fahren, und dann nach Finkenberg zu queren. Schlegeisspeicher und Pfitscher Joch fahre ich lieber von Süd nach Nord – die Geschmäcker sind ja verschieden. Als Unterkunft hab ich das „Tuxerstübl“ gefunden, absolut OK und eine erfrischende Ausnahme zwischen den ganzen Hotel Monstern in Hintertux.
Tag 1 – Tuxerjoch nach Sterzing:
Nach Regen in der Nacht startet der Tag mit dem Anstieg zum Tuxerjoch, wer will kann auch die Sonnbergbahn für den größten Teil des Anstiegs nutzen, die sollte auch Räder befördern – hab ich aber nicht geprüft. Am Speichersee beginnt dann der Schmirntal Trail, 2018 oder 2019 ausgebaut zu einem legalen Shared Trail. Schön zu fahren, auch mit schwerem Gepäck, selbst an einem Samstagmorgen kaum Wanderer. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten zur Grenze am Brenner zu kommen, bei Stafflach auf der Brennerbundesstraße bis Gries am Brenner fahren, oder bereits in St. Jodok Richtung Padaun und dann erst kurz vor dem Brennersee über den Padaun Trail abfahren. Da ich noch den Brennergrenzkamm für den Nachmittag auf der Liste hatte habe ich die erste Variante gewählt. Auch von Gries am Brenner gibt es wenigstens zwei Optionen zur Sattelbergalm, diesmal habe ich den direkten Weg vom Parkplatz unter der Autobahnbrücke aus gewählt - würde ich nicht mehr so machen, besser bis zur Kirche in Vinader ins Obernberger Tal fahren und dann über die Rodelbahn zur Sattelbergalm.
Nach einer Ess- und Ladepause an der Sattelbergalm hatte ich noch eine offene Rechnung mit dem Anstieg zum Grenzkamm - diesmal ohne Probleme durchgefahren. Grenzkamm weiter bis zum Sandjöchl, dort hat mich dann das Wetter erwischt – es war der einzige richtige Regen der ganzen Tour, das ist ok. Die Beschilderung der Wege wurde erneuert, leider steht jetzt auch wieder ein Verbotsschild am 1er nach Gossensaß. Also diesmal die Straße, was im Regen auch nicht die dümmste Idee ist. Etwa ab der Stelle, wo der 1er auf die Teerstraße triff herrschte wieder Sonnenschein, so lief der Rest des Weges an Sterzing vorbei bis zum Hotel Larch in Freienfeld (unter der Burg Sprechenstein) gut.
Tag 2 – St. Vigil:
Auf der letzten Tour hab ich ab Sterzing nördlich der Autobahn einen Weg gesucht, diesmal ging es südlich bis zur Franzensfeste. Wie so oft sind Kreuzwege ein guter Ansatz um der Straße fern zu bleiben. Leider ist ein längerer Teil einer alten Straße schon seit über 10 Jahren gesperrt, und es liegt viel Holz quer, da ist dann der Radweg die bessere Wahl. Weiter von Franzensfeste nach Mühlbach über Nebenstraße und wieder einen Kreuzweg erreicht man dann quasi den Eingang zu den Eisacktaler Dolomiten auf dem Weg Richtung Rodenecker Alm und Roner Hütte. Die anstehende Auffahrt von über 1000 Hm kann praktisch komplett auf Teer gefahren werden, oder alternativ immer wieder auf Forst. und Wanderwege oder Teilen einer Rodelbahn bewältig werden. Ich hab mich für die Variante neben der Straße entschieden, würde ich bei einer Wiederholung vermutlich nicht mehr so machen, das ist zum Teil selbst mit e-Bike kaum mehr fahrbar. Bei meiner Einteilung der Gesamten Tour steht noch ein gutes Stück Weg an, dabei wechseln sich Wander-/Wirtschaftswege auf Schotter mit richtig steilen Pfaden und Teilen auf Teer ab. Das letzte Stück bis St. Vigil zieht sich etwas, aber in Summe geht der Tag als Verbindungsstück, oder Vorbereitung für das was da am nächsten Tag kommt, völlig i.O.. Garnì Erna Mountain B&B ist mein Ziel für diesen Tag, ein kleines Haus mit SPA Bereich (Whirlpool, Sauna, …) – ganz nach meinem Geschmack.
Tag 3 – Einmal Alles bitte!
Der heutige Tag ist wohl die Königsetappe der Tour. Andreas hatte mich bei einer Vorbesprechung in Lenggries „gewarnt“, da aber Corvara die einzige Option für eine Unterbrechung wäre, hätte sich die Tour dann für mich auf 9 Tage verlängert – auch nicht optimal.
Bereits der Anstieg zur Fanes am Morgen ist ein beeindruckender Abschnitt, der einen Vorgeschmack auf das was noch kommt gibt. An der Faneshütte muss ich unbedingt Nachladen, es stehen über 2.600 Hm für den Tag an, ein zweites Frühstück ist der ideale Zeitvertreib. Weiter hinauf zur Fanesalm, an den kläglichen Resten des Sees vorbei Richtung St. Kassian. Bis zum Col de Locia ist fast alles gut fahrbar, hier sind bereits am Vormittag sehr viele Wandere unterwegs – über Ausrüstung und Schuhweck möchte ich mich nicht weiter äußern. Der folgende Abschnitt / Abstieg auf etwa 1,5 km ist nicht fahrbar, bzw sollte wegen Rücksicht auf Andere besser geschoben werden. Das war jetzt der erste von vier 2.000er dieses Tages!
Weiter geht es zur Pralongia und dann einer Art Kamm entlang bis zur Abfahrt Richtung Corvara. Hier trifft man nun auf die Sellaronda MTB Route, und entgegen der ursprünglichen Planung folge ich der Beschilderung für einen (gebauten) Trail. Das war dann zwei von vier.
Nächste Zwischenetappe Grödner Joch - wo ab Corvara mit dem Rad gefahren werden darf, und wo nicht ist nicht so einfach. Amtlich verläuft der Anstieg zum Joch wohl auf 100% Teer, das spart zwar Körner, ist aber durch das doch recht hohe Verkehrsaufkommen nicht so erbaulich. Es sollte möglich sein mit drei Lifteinlagen das Grödner Joch meistern zu können, das würde Körner für die Sella sparen und zusätzlich wohl noch einen weiteren Trail Abschnitt über dem Joch einbinden. Der Trail von Grödner Joch abwärts ist wieder ein schöner Abschnitt fern der Straße. Je nach Einteilung der Akkuunterstützung bietet sich auf halben Weg eine Pause am Chalet Gerard an, dort gibt es neben gutem Essen auch Steckdosen und einen original Bosch Akkulader, oder besser Toaster (vermutlich mehr als 6 A Ladung). Damit ist der dritte von vier 2.000er Übergängen geschafft.
Die letzte Teiletappe ist noch die Sella – ein Höhepunkt? Bei so einem Tag kaum zu sagen, auf jeden Fall ein knackiger Anstieg über die Skipiste, so kommt man dem Downhill Trails nicht in die Quere. Ab dem Langkofel geht es auf der Sellaronda (grün) bergab. An einigen Stellen stehen Varianten im Trail zur Verfügung – schwarz muss ich mit Transalp Rucksack nicht haben, blau und rot gehen i.d.R. gut. Die Ausschilderung der Streckenptionen ist nicht immer eindeutig, aber letztendlich lösbar. Damit ist auch Nummer vier im Sack – beeindruckend. Die restliche Strecke bis zum GH Hotel Monzoni in San Giovanni di Fassa verläuft auf Waldwegen neben der Straße. Das Hotel ist von außen eine Baustelle, innen aber schon weitgehend renoviert. Vom Abendessen würde ich abraten, das Menü ist gut, aber die Portionsgrößen nach so einem Tag ungeeignet die Speicher zu füllen – und nach meinem Empfinden ein wenig zu teuer für das was geboten wird.
Tag 4 - Val di Fiemme und Passo Manghen:
Dieser Tag hat nur knapp 1.800 Hm auf dem Plan und wäre mit über 90 km schlicht eine Verbindungsetappe, wäre da nicht der Passo Manghen.
Aber Reihe nach: Es beginnt mit über 30 km abrollen aus dem Val di Fiemme Richtung Süden. Ich bin fast komplett auf dem Radweg bis Molina geblieben da einige der „Abstecher“ so nicht mehr zu finden oder zu befahren waren. Ab Molina beginnt die Auffahrt auf den Passo Manghen. Hier stellt sich wieder die Frage Teer oder Wirtschaftsweg, zumindest in der unteren Hälfte verläuft rechts neben dem Bach eine recht gut ausgebaute Schotterpiste. Ich hab mich trotzdem für den Teer entschieden, da die Aufräumarbeiten nach dem Sturm im Herbst 2018 immer noch im Gange sind. Ab etwa 1.500 m wird es bitter, es gibt keinen Wald mehr, nur noch Reste des Windbruches. Soweit ich es erkennen konnte, gibt es im oberen Teil auch leider keine Verbindung der Wirtschaftswege zurück zum Pass. Auch die Abfahrt von über 20 km Länge verläuft leider auf der Straße. Es gibt gelegentlich kurze Abstecher, aber nicht der Rede wert. Ich bin versuchsweise mal einem der Pferde / Reiterwegen gefolgt, das könnte eine Option sein dem Teer auszuweichen. Der restliche Weg bis zum Hotel Bavaria in Levico Terme ist eher monoton – aber es war ja eine Verbindungsetappe. Es regnet am Abend derart heftig, dass ich im Restaurant trotz Dach und Seitenwand von der Terrasse ins Innere flüchten muss.
Tag 5 – Kaiserjägerweg und Monte Maggio:
Es beginnt mit dem Aufstieg über den Kaiserjägerweg zum Spiazzo Alto und dann weiter nach Bertoldi. Es bietet sich an hier bei einem zweiten Frühstück den Akku wieder etwas aufzuladen, es kommen heute noch ein paar Höhenmeter auf die Uhr. Über die nächsten rund 25 km geht es abwechslungsreich über Waldwege, kleine Trails, Wirtschafts- / Nebenstraßen und Skipisten Stück für Stück hinauf zum Monte Maggio. Auf dem letzten Stück wechseln sich gut erhaltene Reste der Militärstraße mit bereits völlig verfallenen Abschnitten des Weges ab. Vieles ist mit dem e-Bike fahrbar, aber nicht alles. Während der Pause am Monte Maggio zogen Wolken / Nebel auf, es hat nicht geregnet, aber der Weg war nass / feucht und es hatte keine Sicht. Da es sich doch um einen ausgesetzten Pfad handelt hab ich mich entschieden große Teile der 4-4,5 km langen Streck bergab zu schieben – nasse Steine unter Graß sind nicht so meins. Nach einem Stück im Wald kommen dann unverhofft die Reste des nicht ganz unbekannten LKWs ins Blickfeld, und damit naht der Passo Borcola. Weiter geht abwechslungsreich neben der Straße zum Passo Xomo, und dann über unterschiedlichste Wege und Nebenstraße hinunter bis nach Valli del Pasubio. Die Unterkunft Carla Failela ist eine Überraschung, neben liebevoll hergerichteten Zimmern gibt es einen SPA Bereich (nach Voranmeldung). Alles Verblast aber mit Blick auf das Abendessen. Mich hatte schon der große Gastbereich verwundert, ab 19 Uhr füllten sich auch unter der Woche viele der Tische, soweit ich das einschätzen konnte mit Einheimischen. Hier gibt es richtig gute Küche zu einem mehr als fairen Preis - Einzelzimmer und 3 Gänge Essen mit allen Getränken unter 100,-€.
Tag 6 – SP 89, Monte Zugna, Avio
Der erste Teil des Tages beginnt mit der Auffahrt zum Passo di Campogrosso. Der erste Teil verläuft auf den Resten alter Militärstraßen vorbei am Forte Maso durch feutchte Tunnel und dann weiter auf der Strada delle Sette Fontane. Nach dem Pass beginnt die Strada delle Siebe – Zusammen mit der SP 89 die Reste eines Bauvorhabens der späten 60er / frühen 70er. Nach dem was ich mir angelesen habe, wurde der Straßenbau zum Schutz der Trinkwasserquellen in diesem Gebiet erst sehr spät eingestellt, nachdem bereits diverse Brücken und auch ein Tunnel fertiggestellt worden waren. Auf der SP 89 geht es in Richtung Rovereto bis zum Start der Auffahrt zum Monte Zugna in Albaredo. Die nördliche Auffahrt zum Monte Zugna ist eine gut ausgebaute Straße die durch diverse Reste von Stellungen der Italienischen und K&K Truppen des 1. Weltkrieges führt. Ab dem Albergo Zugna wir die Straße zu einer Schotterpiste und der südliche Weg ist heute im oberen Teil bestfalls noch als Pfad zu bezeichnen, aber keine Straße mehr. Es folgt eine ewig lange Schotterabfahrt – mir ist ein MTB’ler entgegengekommen, das muss man schon mögen – 10-15 km Schotter. Auf Nebenstraße und dem Etsch Radweg geht es nach Avio. Das Affittacamere Vignola ist ein Sonderfall in meiner Liste. Die Unterkunft hat keinen Empfang, alles geht über Telefon und Whatsapp – kann man machen, muss ich aber nicht zu häufig haben.
Tag 7 – Finale Monte Baldo, Malcesine
Zum krönenden Abschluss stehen nochmal zarte 1.400 Hm am Stück hinauf an der „Rückseite“ des Monte Baldo auf dem Programm. Bis zum einem Soldatenfriedhof nach etwa 32 km verläuft die Strecke komplett auf Teer. Der nun folgende Weg durch einen Wald und Weideflächen ist gelinde gesagt ein Morast, und dass, obwohl es hier die letzten Monate kaum geregnet hat. Sollte es also Regen haben, auf der Straße bleiben. Es geht immer weiter Richtung Colonei di Pesina, spätestens ab hier ist das Südende des Gardasees zu sehen. Von dieser Hütte / Alm aus die „Strada per Naole“ für den weiteren Weg zu erreichen gestaltete sich etwas schwieriger als erwartet. Der/die Wege sind teilweise kaum erkennbar, aber irgendwie kommt dann doch die Schotterpiste wieder. Ab San Bartolomeo wird es dann anstrengend, die nächsten Kilometer auf dem Weg 665 sind nicht ohne Grund als S2 gekennzeichnet. Das dürften die Überreste der alten Straße sein, nachdem die Erosion den eigentlichen Belag abgetragen hat. Bis Porto läuft der Weg am Hang entlang abwärts, mit unterschiedlichstem Untergrund. Den restlichen Weg bis Malcesine und dann weiter nach Torbole habe ich dann soweit möglich am Ufer entlang bewerkstelligt.
Nach einem Ruhetag ging es dann über Rovereto mit dem Zug zurück.
Danke für die Anregungen und Tipps zu dieser wunderschönen Reise!
Servus
Markus
Datum: 30. August 2015
Christian Kuratle:
Betreff: Transalp Dolomiti
Grüezi Andreas
Schade dass es letzten Herbst mit einem Treffen im Rheintal nicht geklappt hat. Vielleicht sehen wir uns einmal bei einer anderen Gelegenheit.
Dieses Jahr haben wir zum sechsten Mal die Alpen überquert. Diesmal war es wieder eine "Albrecht-Route", die Transalp Dolomiti.
In der ersten Augustwoche sind wir 7 Biker im Alter von 55 - 66 Jahren und 2 Fahrern im Begleitbus zu unserem diesjährigen Abenteuer gestartet. Hier eine kurze Zusammenfassung:
Tag 1:
Start auch in Gries am Brenner. Allerdings mussten wir die Strecke ändern: Den Gasthof Hörschwang scheint es nicht mehr zu geben. Die anderen Unterkünfte in der Umgebung hatten nur für eine Nacht kein Zimmer frei. Daher: von Sterzing der Venedig-Route bis nach St.Vigil gefolgt.
Die Unterkunft im Hotel Mirabel war schön und das Essen fein, mit Wellness.
Tag 2:
Den ersten Teil ins Fanes-Gebiet kannten wir schon von Venedig-Route. Leckeres Mittagessen in der Grossen Fanesalm. Der steile Abstieg nach Ju dal'Ega hat uns zu einigen Schiebe-Passagen gezwungen. Der Anstieg zur Pralongia ganz angenehm. Das Bier hat dort oben mit dem herrlichen Panorama besonders gut geschmeckt.
Das Hotel Pradat in Corvara war schön, das Essen war sehr gut und verfügte über einen kleinen Wellness-Bereich.
Tag 3:
Der Tag begann speziell. Kurz nach Corvara war der Waldweg durch einen Murenabgang verschüttet und gesperrt. Das Gelände war ungefährlich und wir gingen schiebend weiter. Die Erde war aber so klebrig dass die Reifen wurden immer dicker wurden und die Räder blockierten. Danach mussten wir die Bikes in einem Bach richtig waschen.
Der Aufstieg zum Grödner- und Sella-Joch: ging recht flott, der Verkehr hielt sich in Grenzen. Wie Du beschrieben hast gab es sehr viele Wanderer auf dem Friedrich-August-Weg und wir mussten mehr schieben als es das Gelände erforderte. Das Mittagessen in der F.A.-Hütte war sehr gut, inklusive Live-Musik.
Der Weg ins Tal und dann der schöne Radweg bis nach Molina di Fiemme dauerte seine Zeit. Zwischen Soraga und Moena gibt es jetzt einen Radweg und wir mussten nicht der Strasse folgen.
Im Hotel Italia konnten wie unsere Muskeln im Sprudelbad wieder lockern.
Tag 4:
Der Aufstieg zum Manghen-Pass war schneller als geplant, daher haben wir das Mittagessen weiter unten im Ristorante Baessa genossen. Wie erwartet war das Valsugana sehr heiss, der Bike-Computer zeigte 37°C an. Nach der Rast im Bicigrill waren wir froh auf dem Kaiserjäger-Weg der Hitze im Tal wieder zu entfliehen.
In Bertoldi hatten wir als Unterkunft war eigentlich das Hotel Cimone gebucht, sie haben uns aber in das Garni Pasticceria in der Nähe umquartiert.
Tag 5:
Auf dem langen Aufstieg zum Monte Maggio haben wir zum Schluss teilweise geschoben. Auch auf dem Weg hinunter sind wir bei den exponierten oder zu verblockten Stellen manchmal abgestiegen. Dafür ging die Fahrt ab Passo della Borcola auf der Passstrasse umso schneller. Vor dem Aufstieg zum Passo Xomo: feines Picknick von unserem Begleitbus. Frisch gestärkt schafften wir den Aufstieg zum Passo Campogrosso locker. Die Übernachtung im dortigen Rifugio gut und preiswert.
Tag 6:
Angenehmer Start auf „Der Unvollendeten“. Danach der lange, moderate Aufstieg zum Monte Zugna, Feines Mittagessen im Rifugio Mt. Zugna. Überall eindrückliche Zeugen vom ersten Weltkrieg, gut beschrieben. Hinab: schöner Trail, eindrückliche Berge und endlose grobe Schotterstrecke.
Übernachtung: Agriturismo Al Picchio in Ala: sehr nette Leute, günstig. Abendessen: Shuttle im PW zur naheliegenden Taverne
Tag 7:
Langer Aufstieg, aber meist im Schatten. Feines Mittagessen im Malga Dossioli. Nach Rifugio Novezzina ist der Weg seit längerem gesperrt, mit Bike aber problemlos fahrbar.
Wie immer ist der erste Anblick auf den Gardasee toll. Der Schotter auf der Abfahrt ist teilweise sehr grob. Auf den Karrenweg haben wir verzichtet und bequem nach Castelletto hinunter gefahren. Den Uferweg haben wir nach wenigen Kilometern verlassen da es zu viele Leute hatte. Im Malcesine wurden die Bikes in den Bus verladen. Übernachtung in Torbole im Hotel Centrale. Sehr feines Essen, preiswert
Es war wieder ein toller Transalp, herrliches Wetter, Landschaftlich abwechslungsreich und gute Kameradschaft. Das Wichtigste: Alle sind heil angekommen. Es gab nur ein paar harmlose Stürze und zwei Plattfüsse.
Lieber Andreas, herzlichen Dank für die Ausarbeitung dieser tollen Transalp. Wir haben sie sehr genossen.
Ich wünsche Dir eine schöne und unfallfreie Zeit in den Bergen
Christian
